ANDREW MAGINLEY
 Lute, Theorboe & Baroque Guitar

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Andrew Maginley wurde in New York geboren. Als Jugendlicher spielte er E-Gitarre, während er, mit dem Schwerpunkt Illustration, die High School of Arts & Design besuchte. Nachdem er an der School of Visual Arts ein Kunststudium absolviert hatte, das er mit einem Bachelor in Fine Arts abschloß, studierte er Laute und Theorbe bei Pat O'Brien. 1994 machte Maginley seinen Abschluß am Mannes College of Musik mit einem Master in historischer Aufführungspraxis und Alter Musik. Im Jahr darauf erhielt er die Möglichkeit, als Fulbright-Stipendiat seine Studien in Deutschland an der Akademie für Alte Musik an der Hochschule für Künste in Bremen fortzusetzen.

Andrew Maginleys Diskographie umfaßt seine neue Aufnahme Andrew Maginley: The Baroque Lute - J.S. Bach, S.L. Weiss & A. Falckenhagen für Inkling Records, und die Kompositionen für Solo-Laute von Adam Falckenhagen, die er für Centaur Records eingespielt hat. Zu seinen jüngsten Auftritten zählen u.a. Konzerte im Bachhaus zu Eisenach, mit La Grande Ecurie et la Chambre du Roy unter der Leitung von Jean-Claude-Malgoire, und bei den New York City Early Music Series, in Zusammenarbeit mit der Nour Foundation. Auf der Erzlaute und mandolino milanese war er zuletzt vor allem mit dem Stuttgarter Barockorchester unter Frieder Bernius zu hören.

Seit 1999 ist Maginley zudem als Lautenist und Theorbist kontinuierlich an den Stadt- und Staatstheatern in Stuttgart, Freiburg, Klagenfurt und Graz zu Gast. Andrew Maginley ist in ganz Europa und den Vereinigten Staaten mit einer Vielzahl von Gruppen und Ensembles aufgetreten, auch auf verschiedenen Festivals, darunter das Oude Muziek Festival in Utrecht und die Berliner Tage für Alte Musik. Mit dem Tenor, Gitarristen und Komponisten Anthony Madigan verbindet ihn seit Jahren eine enge Zusammenarbeit; unter anderem haben beide gemeinsam in Madrid das Ensemble Arlecchino ins Leben gerufen, das sich auf die Aufführung neapolitanischer Vokal- und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts spezialisiert hat. In seiner Heimatstadt New York war Maginley als Theorbist Gast am Juilliard Opera Center für die Produktion von Monteverdis L'incoronazione di Poppea mit Gary Wedow, bei den Juilliard Opera Scenes für Purcells Dido and Aeneas, sowie für Cavallis La Calisto mit Kenneth Merrill. In Deutschland ist er auch als ein Mitglied des Continuo-Ensembles von Erin Headley und Stephen Stubbs in Erscheinung getreten, insbesondere in Zusammenarbeit mit Thomas Albert und den Fiori Musicali, so z.B. bei den Telemann-Festspielen in Magdeburg und bei den Händel-Festspielen in Halle.

Andrew Maginleys besonderes Interesse gilt der d-moll Barocklaute, die ihre weiteste Verbreitung im Frankreich des 17. Jahrhunderts und dann im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts, hierbei besonders auch in Österreich und Schlesien, fand. Das breite und vielschichtige Repertoire dieser Zeit, dem sich Maginley widmet, umfaßt Literatur für Solo-Laute genauso wie Werke für Laute mit Holzbläser- und Streicherbegleitung. Viele der Komponisten, die zu diesem Repertoire beigetragen haben, sind heute nahezu unbekannt; andere, wie S. L. Weiß oder A. Vivaldi, erfreuen sich größerer Popularität. Auch die Solo- und Kammermusikkompositionen von J. S. Bach und die Transkriptionen für Laute und Streiche von Joseph Haydn gehören in dieses musikalische Umfeld. Maginley setzt sich sowohl mit den Werken dieser namhaften Komponisten auseinander, als auch mit denen der vielen anderen Meister, die dem heutigen Publikum noch nahezu unbekannt sind.

übersetzung: Anke Charton
Ein Vollresume zu herunterladen hier doppelklicken

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